Dionaea muscipula - Die Venus-Fliegenfalle
Die Venusfliegenfalle ist mit Sicherheit die bekannteste fleischfressende Pflanze. Ihre maulförmigen Fallen und das schnelle Zuschnappen geben ihr ein ganz besonderes Ausehen. Schon viele Horrorgeschichten basierten auf diesen Pflanzen. Sie sind jedoch völlig harmlos und können keinem Menschen schaden - ganz im Gegenteil. Die traurige Bilanz ist die, dass der natürliche Bestand Dionaeas in ihrem Verbreitungsgebiet immer kleiner wird, was nicht zuletzt daran liegt, dass viele Standorte zerstört werden, selbst wenn die pflanzen auf der roten Liste stehen.
Dionaea muscipula im Herbst
Die an Blattenden sitzenden Klappfallen, die unter guten Bedingungen bis zu 4cm groß werden, sind auf der Innenseite mit sechs, nur wenigen Millimetern großen Härchen besetzt. Wird innerhalb weniger Sekunden eins oder mehrere Härchen berührt, so schließt sich die Falle in weniger als einer Sekunde, je nach Temperatur. Kleinere Beute, die es nicht wert wäre, den komplizierten Verdauungsmechanismus in Gang zu setzen können durch kleine Schlitze zwischen den "Zähnen" entwischen. hat die Beute jedoch eine entsprechende Größe, reizt sie durch ihre Bewegungen die Pflanze weiter und nach wenigen Minuten ist die Falle ganz geschlossen. Die beiden Blatthälften werden fest aneinander gepresst. Nach wenigen Tagen bis Wochen ( je nach Größe der Beute ) öffnet sich die Falle wieder und zurück bleibt nur der leere Panzer, der von Wind und Regen fort gewaschen werden. Jetzt ist die Falle erneut einsatzbereit. Sie sich jedoch nur maximal 7-11 mal schleißen, danach stirbt sie ab.

Fangvorgang bei der Venus-Fliegenfalle
Dionaea wird oft als Anfängerart bezeichnet, was an sich auch nicht all zu falsch ist. Jedoch hatte ich im Haus immer ( wie auch bei allen anderen winterharten Arten ) Probleme mit der Überwinterung. Hat man also kein helles kühles Fleckchen und auch keine Möglichkeit die VFF im Freien zu überwintern, so kann es schon mal zu Problemen kommen.
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Licht |
Dionaea ist nach Heliamphora wohl die lichthungrigste Gattung. Pralle Sonne oder eine starke Beleuchtung braucht sie, um wirklich schön zu werden. Ansonsten ein sehr helles Fenster in Südlage |
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Bewässerung |
Im Anstau. Im Winter nicht ganz so nass, da sonst das Rhizom faulen kann. |
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Substrat |
Reiner Torf, auch mit Zusätzen wie perlite, Sand etc. Man kann sie eigentlich jedes Carnivorensubstrat pflanzen, ohne große Unterschiede. |
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Temperatur |
Im Sommer möglichst warme Temperaturen so bei 25-30°C, im Winter kühle 5°C. |
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Luftfeuchtigkeit |
Stellt keine hohen Anforderungen. Normale Luftfeuchtigkeit im Freien genügt, man sollte sie aber nicht unbedingt über die Heizung stellen, ohne dafür zu sorgen, dass die Luftfeuchtigkeit über 40% bleibt. |
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Vermehrung |
Über Saat oder Stecklinge. Die Samen müssen erst einige Zeit ( 2-3 Wochen oder mehr ) im Kühlschrank gelagert werden, damit die keimhemmenden Stoffe abgebaut werden. Danach einfach auf feuchtes Substrat streuen. Stecklinge werden von den Blättern gemacht, die MIT dem Stück Rhizom abgetrennt werden. In feuchtes Substrat schräg hinein stecken. Nach einiger Zeit zeigen sich kleine Pflänzchen. Wachsen um einiges schneller als Sämlinge. |