Spikes

In den Wintermonaten braucht der Ganzjahresbiker einen Reifen, auf den er sich verlassen kann. Gefragt ist ein Reifen, der auf Eis und Schnee den selben Grip bietet wie ein herkömmlicher Reifen im Sommer. Hier hat sich der Spikereifen bewährt und deshalb der kleine Basteltip:

Materialliste:

Vorgehensweise:

Vorstechen
Damit die Schrauben auch wirklich durch das Profil des Reifens kommen, sollte man den Mantel mit einem dünnen Nagel von der Profilfäche her durchstoßen. Das erleichtert das Eindrehen der Spaxschrauben. Beim Abrollen des Mantels sollten immer mindestens zwei Schrauben den Belag berühren. Wichtig ist auch eine symmetrische Anordnung der Spaxschrauben!
Spikes einschrauben
Die Schrauben sollten
nicht mehr als 3 mm aus
dem Mantel herausragen sonst brechen sie ab.
 
Mit dem Akkuschrauber werden die Schrauben in das vorgestochene Loch eingeschraubt dabei ist wichtig, daß überdrehte Schrauben sich beim Fahren leichter lösen.
Schutzeinlage
Zwischen Schlauch und den scharfkantigen Schrauben muß eine Schutzschicht eingebaut werden. In Versuchen hat sich ein alter Slick am besten bewährt. Den alten Mantel zuschneiden und beim Zusammenbau mit in den eigentlichen Mantel einlegen. Die Schraubenköpfe "arbeiten" sehr stark beim Abrollen des Laufrades d.h. die Schutzeinlage muß dieses absorbieren.

Die Anzahl der Schrauben und die richtige Position entscheiden über den Grip und das Kurfenverhalten auf Eis. Um einen kompletten Laufradsatz zu bauen benötigt man ca. 3 Stunden. Dieser selbstgebaute Reifen hat selbstverständlich auch Nachteile. So werden sich Gewichtsfetischisten mit diesem Reifen nicht anfreunden, da er nahezu das Doppelte eines mittelschweren Reifens wiegt. Bei hohen Geschwindigkeiten kann eine ungleichmäßige Gewichtsverteilung der Schrauben und Schutzeinlage das Bike sehr nervös werden lassen.

Resultat: sehr guter und billiger Kompromiß


10.04.01 © Spessarthoppers Lohr