Transalptour 2002

         

Zur  Transalptour 2002 sind wir am 24.August in den Süden gestartet. Mit sieben Teilnehmern wurde mit unserem sechsten Alpencross auch ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt
Nach stressfreier Anfahrt nach Mayhofen im Zillertal und wieder erfolgreich zusammengesetzten Bikes liegen 430 km und 12000 Hm vor unserem anvisierten Ziel in Rovereto beim Gardasee.
Auch wenn sich inzwischen tausende Bike Jahr für Jahr auf den Weg über die Alpen in den Süden Wagen und die Planung und Durchführung aufgrund von detailierten Webbeschreibungen und Erfahrungsberichten immer einfacher wird, bleibt eine Alpenüberquerung immer noch eine Herausforderung und ein unvergesliches Abenteuer.

 

 1. Tag:

Von Mayrhofen geht es über das wenig bekannte 2557 m hohe Hundskehljoch von Österreich über den Zillertaler Alpenhauptkamm in das Ahrntal. Die zunächst sehr gut befahrbare Asphaltstraße wandelt sich bald in eine steile Schotterpiste die manch einen zum schieben zwingt.

 

 Ab einer Höhe von etwa 1900 m ist mit dem Fahren endgültig Schluß. Die fast 2-stündige Schiebe- und Tragepassage wird mit einem großartigen Blick auf die Gletscherwelt der Zillertaler Alpen und den Hohen Tauern belohnt.

Die Abfahrt in das Südtiroler Ahrntal gestaltet sich als sehr "durchwachsen" und ist auch für Downhillspezialisten wie Holger und Bernd oft nicht zu fahren.

 

 

 2. Tag

Vom Ahrntal geht es zunächst über Rad- und Waldwege bis nach St. Vigil. Durch das Rautal geht es vorbei an Pederü  in das Fanes- Gebiet

Die  bis zu 6-8 Kilo schweren Rucksäcke mit dem Tagesproviant, Ersatzteilen und der Ausrüstung für die 8 Tage verschärfen auch den Anstieg zum Rifugio Fanes.

 3. Tag:

Nach einem gemütlichen Hüttenabend im Rifugio Lavarella erwartet uns bei besten Wetterbedingungen eine Fahrt durch das vielleicht schönste Gebiet der Alpen über den Dolomitenhöhenweg ins Valle di S. Cassiano in der Nähe von Corvara.

 

 

 Sonnenaufgang über dem Rifugio Fanes.

Nach einem kurzem, heftigen Anstieg gelangen wir an das Limojoch  wo der sog. Dolomitenhöhenweg beginnt.

 

 

 

 

 

 

 

Über Pralongia geht später hinunter in der Skiort Arraba. Gestärkt durch die Mittagsrast geht es nun zunächst Richtung Passo Pordoi, dann ein bis zu 25 % steiler Schotterweg bis zur Portavesco auf 2565 m Höhe.

 

 

 Der "Bindelweg" bieten für schwindelfreie Biker Fahrspass pur und bietet einen traumhaften Blick auf die Gletscher der 3342 m hohen Marmolada.

Eine gute Übernachtungsmöglichkeit mit dem wohl einzigartigen Panorama bietet der Rifugio Viel del Pan .

 4. Tag.

Über die Passhöhe des Pordoi geht es heute zunächst weit hinunter in das Val die Fassa. Als ziemlich hartnäckig erweist sich der Lehm der sich bei der Abfahrt zum Pass in Reifen, Bremsen und Schaltungen unserer Bikes festgesetzt hat.
Von Moena geht es nun duch das Tal , das wohl den meisten nur durch sein berühmtes Mineralwasser bekannt ist, Valle San Pellegrino zum Passo Luisa.

 

 

Unsere Unterkunft für diese Nacht, die Capanna Cervino vor dem Passo Rolle liegt direkt vor der eindrucksvollen Gebirgsgruppe "Pale die San Martino".

 5. Tag:

Heute geht es vom Passo Rolle über San Marino und dem Passo Tognola hinuter nach Caoria im Valle di Vano. Der steilen Abfahrt, die oft nicht fahrbar ist, fällt unter anderem einer der meist zum Laufen ungeeigneten Fahrradschuhe zum Opfer. Über den Passo Cinqe Croci geht es rassant zum  emphlenswerten Rifugio Crocolo .

 

 

 6. Tag:

Über Borgo geht es duch das Valsugna über den Kaisejägerweg entlang der geschichttächtigen "100km del Forti" zum Passo del Somo. Eine Überbnachtungsmöglichkeit bietet sich

 7. Tag:

Vorbei am Forte Sommo Alto , eine der vielen Festungen der Kaiserjäger aus dem 1. Weltkrieg, geht über es weiter über den  Passo Coe.

 

 

Die wieder einmal steile und sehr grobschottrige Auffahrt zum Monte Maggio fordert uns und unsere Bikes noch einmal kräftig und  wird mit einer sehr guten Aussicht auf die ganze Stecke der Tagesetappe belohnt.

Der zunächst flache Pfad hinuter zum Passo Borgola erfordert volle Konzentration und eine gehörige Portion an Schwindelfreiheit. Unterbrochen wird die tolle Abfahrt duch ein paar längere Schiebepassagen.

 

 

 

 Blick in das Val Posina.

 

 

 In endlosen Kehren windet sich  die  1300 Hm lange Aufahrt zum Passiuo.

 Am  Rifugio Generale A. Papa am im 1. Weltkrieg hart umkämpften Passubio lädt die Sttada del 51° Galerie zu einem unvergesslichen Abendspaziergang ein. Für Biker sind diese Tunnels seit einigen Jahren leider tabu.

 

 

 

 

 8. Tag.

Ein krönender Abschluß der Tour bilden die fast 2000 Hm Abfahrt vom Passubio in der stahlenden Morgensonne nach Roveretto.

Der Bahntransfer zurück ins Zillertal geht wir üblich wieder mal kräftig daneben, so dass wir erst am Sonntag Morgen um 1 Uhr ziemlich wohlbehalten in Lohr ankommen

Die Organisatoren der Tour danken dem super Team für die wirklich gelunge Transalptour 2002.
Rückblickend sowohl von der Strecke , dem Wetter als auch  von den Teilnehmern vielleicht der schönste Transalp seit unserer ersten Tour im Jahre 1997.  

 

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© Spessarthoppers 02.09.2002