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2011-11: Jahreshauptversammlung - Pressetext

Jahreshauptversammlung: Bürgernetz investiert in den nächsten Jahren über 85.000 Euro

Die Mitgliederzahlen des Bürgernetzvereins Main-Spessart haben zwar erneut abgenommen, doch der Internetzugang per Funk – genannt WaveLink –, erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit und wird mit zahlreichen technischen Maßnahmen und großen Investitionen ausgebaut. Das wurde auf der Jahresversammlung des in Förder- und Trägerverein aufgeteilten Bürgernetzes vergangenen Freitag im Gasthof „Zum letzten Hieb“ in Langenprozelten deutlich.

313 der aktuell 540 Mitglieder nutzen das Funknetz WaveLink. Damit hat der Verein seit der letzten Versammlung rund 40 Mitglieder verloren (25 davon mit Funkanbindung). Laut Jürgen Kraft, dem 1. Vorsitzenden des Trägervereins zeigt dies, dass der Verein weiterhin gebraucht wird, um die Versorgungslücken der kommerziellen Anbieter auszugleichen.

Der Verein hat weiterhin den Anspruch, stetig die Internet-Geschwindigkeit und die Zuverlässigkeit zu erhöhen, und zwar ohne Steuergelder oder andere staatliche Förderungen zu kassieren.

Erhöhte Zuverlässigkeit und größeres Tempo

Erst vor wenigen Wochen hat der Trägerverein beschlossen, für das Wavelink-Netz eine neue Internet-Anbindung mit symmetrisch 100 Mbit/s zu schalten. Damit stoßen wir in eine neue Geschwindigkeits-Dimension vor, so Kraft. Das lässt sich der Verein etwas kosten: Allein 85.000 Euro werden für die neue Anbindung in den nächsten drei Jahren fällig. Dazu kommen erhebliche Investitionen in neue Router, Einstiege, Antennen und andere Netzwerk-Ausrüstung.

Weitere Pläne

Der für die Anbindung der Mitglieder genutzte WLAN-Router WRT54GL wird weiter unterstützt und die Geschwindigkeit durch eine neue Software verbessert. Außerdem sollen im nächsten Jahr weitere, deutlich schnellere Router vorgestellt werden, die durch neue Protokolltechniken außerdem weniger störanfällig sind.

Ein Plan dieses Jahres, Ruppertshütten mit schnellem Internet zu versorgen, konnte allerdings mangels Nachfrage nicht umgesetzt werden. Wahrscheinlich hatten viele Ruppertshüttener gehofft, die Stadt Lohr würde auch ihren Ortsteil im ersten Schritt der Breitbandversorgung durch die Telekom berücksichtigen.

Angebot an kommunale Entscheidungsträger

Der aktuell zwischen der Stadt Lohr und der Telekom geschlossene Vertrag zum Ausbau der Breitbandanbindung führte zu größeren Diskussionen. Die Bürgernetze Main-Spessart begrüßen grundsätzlich kommunale Bemühungen, die Bürger mit schnelleren Datenraten an das Internet anzuschließen. Im aktuellen Fall der Stadt Lohr ist jedoch die begründete Befürchtung, dass durch die Pressemitteilungen unerfüllte Hoffnungen erzeugt wurden. Fakt ist, dass niemand mehr als 16 Mbit/s von der Telekom geschaltet bekommt - auch wenn die Leitung theoretisch 50 Mbit/s leisten könnte. Somit führt der Ausbau z.B. in Steinbach zu keinerlei Verbesserung, da entgegen der Veröffentlichung, nicht nur bis zu 3 Mbit/s, sondern von Kabel Deutschland nahezu der Komplette Ort bereits heute 32 Mbit/s erhält.

Der Bürgernetzverein würde weiterhin gerne dem Lohrer Stadtrat - und auch allen umliegenden Gemeinden - das Konzept eines nachhaltigen Netzausbaus erläutern, mit denen bei der nächsten notwendig werdenden Bandbreitenerhöhung die Gemeinden und ihre Bürger in einer deutlich besseren Situation wären.

Teilnahme an Kongress

Auch dieses Jahr nahmen die Vereins-Aktiven wieder am KNF-Kongress des Kommunikationsnetzes Franken teil, um sich über die neuesten Techniken zu informieren. Außerdem besuchte der Vorstand die Stadtwerke Hammelburg, um sich über das dort aufgebaute HAB-Net zu informieren.

Nach dem Ende der Versammlung fand noch ein reger Austausch der anwesenden Mitglieder im Rahmen einer kleinen Weihnachtsfeier statt, Bei dem sich interessierte Mitglieder über Tipps und Kniffe informieren konnten.

 
presse/jhv_2011.txt · Zuletzt geändert: 2011/11/29 07:57 (Externe Bearbeitung)
 
 
 

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